
Die Transportbranche steht vor einem Wendepunkt: Elektro-Lkw werden zunehmend als wirtschaftlichere Alternative zu Diesel-Trucks angesehen. Eine aktuelle Umfrage von Daimler Truck unter rund 200 Flottenentscheidern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien bestätigt diesen Trend. Über 40 Prozent der Befragten betrachten Elektro-Lkw aus Sicht der Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) als die bessere Wahl. Weitere 16 Prozent sehen beide Antriebsarten als gleichwertig an.
Trotz der positiven Einschätzung der Flottenbetreiber bleibt der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein kritischer Faktor für den weiteren Erfolg der Elektromobilität im Güterverkehr. Laut der Umfrage bewerten zwar etwa zwei Drittel der Teilnehmer die Stromkosten als planbar, doch die Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur stellt für 61 Prozent der Befragten ein Hindernis dar.
Der Logistikdienstleister Dachser zeigt, wie die Transformation gelingen kann. Das Unternehmen betreibt bereits 25 emissionsfreie Zustellgebiete in Europa und nutzt über 200 batterieelektrische Lkw. Stefan Hohm, Chief Development Officer bei Dachser, betont die Bedeutung wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie eines zuverlässigen Ausbaus der Ladeinfrastruktur.
Neben der Batterietechnologie plant Dachser den Einsatz von Brennstoffzellen-Technologien, um die Dekarbonisierung seiner Flotte weiter voranzutreiben. Ab Ende 2026 wird Dachser als erster Kunde den Mercedes-Benz NextGenH2 Truck nutzen.
Daimler Truck bietet mit seinem TruckCharge-Programm umfassende Unterstützung für Kunden, die auf Elektro-Lkw umsteigen möchten. Das Angebot umfasst Beratung, Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur sowie digitale Lösungen für das Lademanagement. Darüber hinaus engagiert sich Daimler Truck mit dem Joint Venture Milence für den Aufbau eines europaweiten Ladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge.
Mit dem "Customer Pulse"-Format wird zudem eine Plattform geschaffen, um den Dialog zwischen Flottenbetreibern und dem Unternehmen zu fördern und Kundenperspektiven stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion zu rücken.
