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Fleetloop vermietet jetzt auch Sattelzugmaschinen

Vom Trailer zum kompletten Zug: Fleetloop erweitert sein digitales Mietmodell um 4x2-Sattelzugmaschinen. Gleichzeitig wächst die Trailerflotte um rund 200 Fahrzeuge. Auf der IAA TRANSPORTATION in Hannover will das Unternehmen zeigen, wie Nutzfahrzeugmiete ohne Schalter, Papierkrieg und lange Vorlaufzeiten funktionieren kann.

Fleetloop macht den nächsten Schritt. Die 2021 gestartete Mietplattform, bislang vor allem auf Trailer spezialisiert, nimmt erstmals Sattelzugmaschinen ins Programm. Angeboten werden 4x2-Zugmaschinen, die wie die Auflieger über die digitale Plattform kurzfristig angemietet und kontaktlos übernommen werden können.

Damit wird aus dem bisherigen Trailerangebot zunehmend ein Baukastensystem für den kompletten Lastzug. Für Transportunternehmen ist das vor allem dort interessant, wo Kapazitäten kurzfristig benötigt werden: bei saisonalen Spitzen, einem Fahrzeugausfall oder einem zusätzlichen Auftrag, für den sich die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs nicht rechnet.

Mieten statt investieren

Das Prinzip bleibt dabei dasselbe wie bei den Trailern. Nach der Registrierung wählen Kunden ein Depot, Fahrzeug und Mietzeitraum aus. Die Übernahme erfolgt kontaktlos. Nach Angaben von Fleetloop soll sich der komplette Buchungsvorgang in weniger als fünf Minuten erledigen lassen. Der Zugriff auf die Fahrzeuge ist rund um die Uhr und an sieben Tagen pro Woche möglich. Derzeit umfasst das Netz 16 Depotstandorte.

Gerade für kleinere und mittelständische Fuhrparks kann ein solches Modell eine interessante Ergänzung zum klassischen Kauf, Leasing oder zur längerfristigen Miete sein. Zusätzliche Kapazität lässt sich bereitstellen, ohne Kapital langfristig in einem Fahrzeug zu binden.

Mit den Sattelzugmaschinen verlässt Fleetloop zugleich ein Stück weit seine bisherige Rolle als digitaler Trailerspezialist. Das Unternehmen ist ein Joint Venture von Schmitz Cargobull und Greiwing Truck und Trailer und seit 2021 am Markt. Zum bisherigen Portfolio gehören Kipp-, Kühl-, Koffer- und Planenauflieger.

Zugmaschinen von PacLease und Greiwing

Für den Ausbau des Angebots holt sich Fleetloop zusätzliche Unterstützung. Durch eine neue Zusammenarbeit mit PacLease stehen dem Mietsystem weitere Sattelzugmaschinen zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Fahrzeuge des Joint-Venture-Partners Greiwing.

Damit ist die Erweiterung strategisch durchaus bemerkenswert: Wer kurzfristig zusätzliche Transportkapazität benötigt, kann künftig nicht nur einen Auflieger, sondern auch die dazugehörige Zugmaschine über dasselbe System organisieren.

Das könnte insbesondere dann interessant werden, wenn ein kompletter zusätzlicher Zug nur für wenige Tage oder Wochen benötigt wird. Statt unterschiedliche Vermieter koordinieren zu müssen, sollen Zugmaschine und Trailer über eine Plattform verfügbar sein.

200 zusätzliche Trailer

Parallel dazu baut Fleetloop auch sein eigentliches Kerngeschäft weiter aus. Rund 200 neue Trailer sollen die Mietflotte ergänzen.

Darunter befinden sich S.CU-Kühlauflieger mit ePTO-Schnittstelle und Pharmazertifikat sowie S.CS Universal und S.CS MEGA Sattelcurtainsider. Letztere verfügen über das Power-Curtain-System und eine zertifizierte Aufbaufestigkeit nach DIN EN 12642 Code XL.

Für Bau- und Schüttguttransporte kommen außerdem S.KI-Baustoffkipper mit vollisolierter Thermomulde hinzu. Damit lassen sich unter anderem Asphalt und andere temperaturkritische Schüttgüter transportieren.

Die Bandbreite zeigt, wohin die Reise geht: Fleetloop will nicht lediglich zusätzliche Stückzahlen in den Markt stellen, sondern möglichst unterschiedliche Transportaufgaben über einen gemeinsamen digitalen Mietprozess abdecken.

Premiere auf der IAA TRANSPORTATION

Das erweiterte Angebot präsentiert Fleetloop auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover. Die Messe findet vom 15. bis 20. September statt. Fleetloop ist dort gemeinsam mit Schmitz Cargobull im Pavillon 33 vertreten.

Dabei soll weniger das einzelne Fahrzeug als vielmehr der Mietprozess im Mittelpunkt stehen. Messebesucher können nachvollziehen, wie die Anmietung von der Auswahl eines Fahrzeugs auf einer interaktiven Karte über die Buchung bis hin zur kontaktlosen Übernahme im Depot funktioniert. Fleetloop gibt dafür eine Prozessdauer von weniger als fünf Minuten an.

Darüber hinaus will das Unternehmen auf der Messe über Mietmodelle, neue Depotpartnerschaften und die Anbindung des Systems an bestehende Unternehmenslösungen informieren.

Digitalisierung erreicht die Fahrzeugmiete

Die Erweiterung um Sattelzugmaschinen ist letztlich mehr als nur eine zusätzliche Fahrzeugkategorie. Sie zeigt, wie sich auch die Nutzfahrzeugmiete verändert.

Denn kurzfristiger Kapazitätsbedarf ist im Straßengüterverkehr nichts Neues. Neu ist vielmehr der Versuch, den Vorgang ähnlich unkompliziert abzuwickeln, wie man es aus anderen digitalen Geschäftsmodellen kennt: Verfügbarkeit prüfen, Fahrzeug auswählen, Zeitraum festlegen, buchen und übernehmen.

Ob sich dieses Prinzip in größerem Maßstab durchsetzt, wird wesentlich davon abhängen, wie dicht das Depotnetz wird und wie zuverlässig die benötigten Fahrzeugkonfigurationen tatsächlich verfügbar sind. Mit aktuell 16 Standorten und der Erweiterung um Zugmaschinen macht Fleetloop jedenfalls den nächsten Schritt vom digitalen Trailervermieter zum Anbieter kompletter Transportkapazität.

08.09.2026

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