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JAECOO 7 PHEV – Der neue Chinese spielt längst in der ersten Liga

Neue Marke, neuer SUV, neuer Versuch, den etablierten Herstellern Marktanteile abzunehmen. Normalerweise folgt an dieser Stelle viel Marketing, ein riesiger Touchscreen und das Versprechen, alles besser zu machen. Der JAECOO 7 PHEV zeigt allerdings schon nach wenigen Kilometern, dass hinter dem selbstbewussten Auftritt deutlich mehr steckt als nur eine hübsche Verpackung.

Mit seinem Plug-in-Hybridantrieb, einer umfangreichen Serienausstattung und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis möchte der kompakte SUV beweisen, dass Premium nicht zwangsläufig ein deutsches Emblem tragen muss. Und tatsächlich gelingt ihm das überraschend gut.

Kantig, modern und eigenständig

Optisch setzt der JAECOO 7 auf klare Linien statt übertriebener Spielereien. Die aufrechte Front, die markante LED-Lichtsignatur und die muskulösen Radhäuser verleihen ihm einen selbstbewussten Auftritt, ohne dabei überzeichnet zu wirken. Mit 4,50 Metern Länge bleibt er kompakt genug für den Alltag, wirkt aber deutlich größer und präsenter als viele seiner direkten Mitbewerber. 19-Zoll-Räder unterstreichen den hochwertigen Gesamteindruck.

Während viele SUVs mittlerweile austauschbar wirken, besitzt der JAECOO durchaus einen eigenen Charakter. Robust, modern und angenehm sachlich.

Überraschend agil

SUV und Agilität passen nicht immer zusammen. Umso größer war die Überraschung nach den ersten Kilometern.

Obwohl der JAECOO 7 rund 1,9 Tonnen auf die Waage bringt, fühlt er sich deutlich leichter an. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt, Richtungswechsel gelingen präzise und das Fahrwerk vermittelt jederzeit Sicherheit. Besonders diese Agilität weiß ich am JAECOO 7 zu schätzen. Er fährt sich wesentlich handlicher, als seine Dimensionen vermuten lassen.

Vorne arbeitet eine McPherson-Achse, hinten eine moderne Mehrlenker-Konstruktion. Das Ergebnis ist eine ausgewogene Abstimmung zwischen Komfort und Dynamik. Unebenheiten werden sauber weggefiltert, gleichzeitig bleibt die Karosserie auch auf kurvigen Straßen angenehm stabil.

Natürlich wird aus dem JAECOO dadurch kein Sportwagen – das will er auch gar nicht sein. Aber genau diese Leichtfüßigkeit macht ihn im Alltag ausgesprochen angenehm.

Hybridtechnik mit viel Praxisnutzen

Unter der Haube kombiniert JAECOO einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit 105 kW Leistung mit einem 150 kW starken Elektromotor. Zusammen arbeiten beide Aggregate im sogenannten Super Hybrid System (SHS), das über ein speziell entwickeltes DHT-Hybridgetriebe die jeweils effizienteste Betriebsart automatisch auswählt.

Im Alltag funktioniert dieses Zusammenspiel hervorragend. Übergänge zwischen Elektro- und Verbrennerbetrieb verlaufen nahezu unmerklich und der Antrieb arbeitet jederzeit harmonisch.

Mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 90 Kilometern lassen sich die meisten täglichen Fahrten problemlos rein elektrisch absolvieren. Für längere Reisen steht eine Gesamtreichweite von bis zu 1.200 Kilometern zur Verfügung. Geladen wird mit bis zu 6,6 kW AC beziehungsweise 40 kW DC – letzteres ist bei Plug-in-Hybriden noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der SUV laut Werksangabe in 8,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 km/h. Damit ist der JAECOO jederzeit ausreichend motorisiert, ohne dabei unnötig auf Sportlichkeit zu setzen.

Innenraum überrascht auf ganzer Linie

Noch beeindruckender als der Antrieb ist allerdings der Innenraum.

Gerade die Verarbeitungsqualität gehört für mich zu den größten Pluspunkten des JAECOO 7. Materialien, Haptik und Passgenauigkeit bewegen sich auf einem Niveau, das man in dieser Preisklasse kaum erwarten würde. Nichts klappert, nichts wirkt billig oder zusammengeschustert.

Man merkt sofort, dass hier viel Wert auf Qualität gelegt wurde. Die Sitze bieten guten Langstreckenkomfort, sämtliche Bedienelemente wirken hochwertig und auch das gesamte Cockpit vermittelt einen modernen, aufgeräumten Eindruck.

Der große 14,8-Zoll-Touchscreen bildet das Zentrum des Infotainments. Dazu kommen ein digitales Kombiinstrument, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Navigation sowie Sprachsteuerung. Alles wirkt logisch aufgebaut und einfach zu bedienen.

Ausstattung ohne Aufpreisliste

Während andere Hersteller für nahezu jede Kleinigkeit teure Pakete schnüren, liefert JAECOO bereits serienmäßig erstaunlich viel Ausstattung.

Schon die Comfort-Version bietet zahlreiche Assistenzsysteme, digitale Instrumente, Klimaautomatik, Keyless Entry und umfangreiche Sicherheitsfeatures. Die Premium-Version ergänzt unter anderem:

  • Panorama-Glasdach
  • Sitzheizung und Sitzbelüftung vorne
  • elektrische Sitze mit Memory
  • Sony-Soundsystem
  • Head-up-Display
  • elektrische Heckklappe
  • beheizbares Lenkrad
  • 50-Watt-Induktionsladen
  • 540°-Kamerasystem

Gerade diese umfangreiche Serienausstattung macht den JAECOO 7 zu einem echten Preis-Leistungs-Kracher. Was bei europäischen Herstellern häufig mehrere Tausend Euro Aufpreis kostet, gehört hier oftmals bereits zum Serienumfang.

Viel Platz für Alltag und Urlaub

Auch als Familien-SUV überzeugt der JAECOO.

Der Kofferraum fasst zwischen 500 und 1.265 Liter, dazu kommen zahlreiche Ablagen und eine Anhängelast von bis zu 1.500 Kilogramm. Damit eignet sich der SUV nicht nur für den täglichen Arbeitsweg, sondern ebenso für Urlaubsfahrten oder den Transport größerer Lasten.

Fazit: Ein echter Herausforderer

Der JAECOO 7 PHEV gehört ohne Zweifel zu den spannendsten Neuerscheinungen des Jahres. Er überzeugt mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem ausgesprochen harmonischen Hybridantrieb und einer Ausstattung, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht.

Besonders gefallen haben mir seine überraschende Agilität und die hervorragende Verarbeitungsqualität. Genau hier zeigt sich, dass neue Hersteller längst nicht mehr nur über den Preis konkurrieren, sondern mittlerweile auch qualitativ auf Augenhöhe mit etablierten Marken angekommen sind.

Und eines steht für mich bereits jetzt fest: Ich bin schon sehr gespannt, wenn der JAECOO 9 endlich nach Österreich kommt. Sollte der große Luxus-SUV die gleiche Agilität, die hochwertige Verarbeitung und das überzeugende Preis-Leistungs-Verhältnis seines kleineren Bruders mitbringen, dann dürfte er so manchem etablierten Luxus-SUV tatsächlich das Fürchten lehren.

Einzige Kritik, die geht an Brüssel

Einen einzigen echten Kritikpunkt gibt es – und der hat ausnahmsweise nichts mit dem JAECOO 7 zu tun. Es ist schlicht zum Haare raufen, dass sich nach jedem Neustart sämtliche Assistenzsysteme wieder automatisch aktivieren. Wer den Tempolimitwarner, den Spurhalte-Dikator oder andere elektronische Bevormundung nicht haben will, darf sich jedes verdammte Mal erneut durch die Menüs klicken und den ganzen Krempel wieder ausschalten. Das ist im Alltag nur nervig und völlig unnötig.

Verantwortlich dafür ist allerdings nicht JAECOO, sondern eine EU-Verordnung, die den Herstellern diese Zwangsaktivierung vorschreibt. Wieder einmal haben realitätsferne Jasager und Kontrollfetischisten in Brüssel beschlossen, dass sie besser wissen, wie Autofahrer ihr Fahrzeug bedienen sollen, als die Menschen, die tatsächlich täglich hinter dem Lenkrad sitzen. Herausgekommen ist eine Vorschrift, die keinen Komfort schafft, die ja nicht einmal zur Unfall Reduzierung beiträgt, wie der Blick auf aktuelle Statistiken zeigt. Stattdessen grämt sie täglich Millionen Autofahrer mit demselben überflüssigen Tastendrücken und Brüsseler Bevormundung. Der JAECOO 7 kann für diesen Unsinn nichts – er muss ihn lediglich umsetzen. Schade, denn ohne diesen von der EU verordneten Bevormundungszwang wäre das Gesamtpaket nahezu makellos.

20.07.2026

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