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Renault Trucks legt mit neuem Antriebsstrang nach und spart bis zu vier Prozent Kraftstoff

Der Straßengüterverkehr steht unter Druck. Steigende Betriebskosten, volatile Dieselpreise und die zunehmende Verpflichtung zur CO₂-Reduktion zwingen Flottenbetreiber dazu, Effizienzpotenziale konsequent auszuschöpfen. Genau hier setzt Renault Trucks an. Mit einem umfassend überarbeiteten Antriebsstrang für die Modellreihen T, T High, C und K wollen die Franzosen den Verbrauch um bis zu vier Prozent senken und gleichzeitig Fahrkomfort sowie Produktivität erhöhen. Im Zentrum der Entwicklung stehen der neue DE13-R-Motor, eine neue Generation des Optidriver-Getriebes sowie vorausschauende Assistenzsysteme, die den Einsatz intelligenter machen sollen. Die Botschaft ist klar: Nicht nur Elektromobilität, sondern auch die Optimierung konventioneller Antriebe bleibt ein wesentlicher Hebel zur Dekarbonisierung des Schwerverkehrs.

Mehr Effizienz ohne Kompromisse bei der Leistung

Herzstück der neuen Fahrzeuggeneration ist der DE13-R-Motor. Renault Trucks bleibt dabei der 13-Liter-Klasse treu und liefert bis zu 540 PS sowie ein maximales Drehmoment von 2.800 Newtonmetern. Entscheidend ist jedoch nicht allein die nackte Leistungszahl, sondern der Weg dorthin. Die Konstrukteure setzen auf neue Werkstoffe wie widerstandsfähigen Grauguss und verdichteten Graphitguss, um Robustheit und Haltbarkeit weiter zu steigern. Gleichzeitig wurde der Verbrennungsprozess verfeinert. Mit einem maximalen Zylinderdruck von bis zu 250 bar und einer neuen externen Hochdruckpumpe für die Kraftstoffversorgung soll die Einspritzung präziser arbeiten und den Wirkungsgrad spürbar verbessern. In der Praxis bedeutet das: weniger Energieverlust, geringerer Verbrauch und ein Motor, der auch unter hoher Dauerlast wirtschaftlich bleibt.

Optidriver wird schneller und intelligenter

Ebenso zentral wie der Motor ist die neue Generation des Optidriver-Getriebes. Renault Trucks hat die Steuerungssoftware überarbeitet und die Schaltstrategie optimiert. Das Resultat: Gangwechsel sollen bis zu 20 Prozent schneller und gleichzeitig sanfter erfolgen als bisher. Gerade im Fernverkehr und auf anspruchsvollen Streckenprofilen entscheidet die Qualität der Schaltvorgänge über Verbrauch, Verschleiß und Fahrerkomfort. Renault Trucks setzt dabei auf eine feinere Abstimmung zwischen Motorcharakteristik und Getriebeintelligenz, um Leistung möglichst effizient auf die Straße zu bringen. Weniger unnötige Drehzahlschwankungen und ein harmonischerer Kraftfluss zahlen letztlich direkt auf die Betriebskosten ein.

Wenn der Lkw vorausdenkt

Ein moderner Antriebsstrang endet längst nicht mehr bei Motor und Getriebe. Renault Trucks integriert deshalb mehrere Assistenztechnologien, die aktiv zur Verbrauchsreduktion beitragen sollen. Das System Optivision+ analysiert Streckenprofile, Topografie und Verkehrszeichen, um Schaltpunkte, Beschleunigung und Geschwindigkeit vorausschauend anzupassen. Ergänzt wird dies durch „Predictive Engine Stop & Start“, eine Funktion, die den Motor während der Fahrt automatisch abschaltet, wenn seine Leistung kurzfristig nicht benötigt wird, ohne dabei wesentliche Fahrzeugfunktionen zu beeinträchtigen. Was auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, kann im täglichen Fernverkehr erhebliche Einsparungen bringen. Gerade bei langen Einsatzzeiten summieren sich kleine Optimierungen zu einem relevanten wirtschaftlichen Faktor.

Aerodynamik bleibt der stille Verbrauchssieger

Neben den technischen Neuerungen unter dem Fahrerhaus arbeitet Renault Trucks auch an der Aerodynamik. Verbesserungen am Luftstrom sollen helfen, den Widerstand weiter zu reduzieren und damit die Effizienz des gesamten Fahrzeugs zu steigern. Gerade bei Fernverkehrsfahrzeugen, die viele Stunden mit konstantem Tempo unterwegs sind, entscheidet die Aerodynamik oft über jeden eingesparten Liter. In Kombination mit rollwiderstandsoptimierten Reifen und intelligentem Antriebsmanagement entsteht ein Gesamtkonzept, das weniger auf einzelne spektakuläre Innovationen setzt, sondern auf das Zusammenspiel vieler Details. Genau diese Summe kleiner Fortschritte macht am Ende die angekündigten bis zu vier Prozent Kraftstoffersparnis möglich.

Das Maximum an Effizienz

Wer die Verbrauchsoptimierung auf die Spitze treiben möchte, erhält mit der Version Smart Racer2 ein besonders konsequent abgestimmtes Paket. Hier bündelt Renault Trucks sämtliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung: optimierte Aerodynamik, das vorausschauende Fahrassistenzsystem Optivision+, rollwiderstandsarme Reifen sowie ein intelligentes Management des Antriebsstrangs. Der Ansatz erinnert daran, dass Wirtschaftlichkeit im modernen Transportgeschäft immer stärker systemisch gedacht wird. Nicht eine einzelne Technologie entscheidet über die Bilanz, sondern die intelligente Kombination vieler Komponenten.

Mehr Komfort für jene, die täglich Kilometer machen

Technische Effizienz allein reicht jedoch nicht aus. Fahrerkomfort wird zunehmend zu einem entscheidenden Faktor im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Renault Trucks betont deshalb, dass der neue Antriebsstrang nicht nur sparsamer, sondern auch angenehmer im Alltag sein soll. Der DE13-R-Motor arbeite reaktionsschneller und liefere laut Hersteller das höchste Drehmoment im Marktsegment der 540-PS-Motoren. Hinzu kommen sanftere Schaltvorgänge und ein insgesamt leiseres Fahrerlebnis. Besonders auf langen Touren kann dies die Ermüdung reduzieren und die Konzentration erhöhen.

Fahrerassistenz als Unterstützung im Alltag

Auch bei den Assistenzsystemen schärft Renault Trucks nach. Smart Steering verbessert die Richtungsstabilität, während die Driver-Assist-Funktion das Fahrzeug in der Spur hält und automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Verkehr reguliert. Das klingt nach Evolution statt Revolution, entspricht jedoch exakt dem Bedarf vieler Betreiber: verlässliche Systeme, die den Fahrer entlasten, ohne ihn zu bevormunden. Gerade im Fernverkehr zählt am Ende weniger der spektakuläre Techniksprung als die Frage, ob das Fahrzeug über viele Stunden ruhig, berechenbar und stressfrei bewegt werden kann.

Renault Trucks verfolgt den pragmatischen Weg

Mit dem Modelljahr 2027 zeigt Renault Trucks, dass der Weg in Richtung Dekarbonisierung keineswegs ausschließlich elektrisch verlaufen muss. Während die Elektrifizierung Schritt für Schritt voranschreitet, bleibt die Optimierung des Dieselantriebs ein wirtschaftlich relevanter Baustein. Der neue DE13-R-Antriebsstrang steht exemplarisch für diesen pragmatischen Ansatz: weniger Verbrauch, geringere Emissionen und bessere Wirtschaftlichkeit, ohne dabei auf bewährte Langstreckentauglichkeit zu verzichten. Für viele Transportunternehmen dürfte genau das derzeit die entscheidende Botschaft sein.

18.06.2026

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