
Ab dem 1. Juli 2026 tritt in den Niederlanden ein neues Mautsystem in Kraft, das sowohl für inländische als auch für ausländische Lkw-Halter relevant ist. Der RDW hat Telepass als einen der EETS-Dienstleister zugelassen, die für die Erfassung und Abrechnung der gefahrenen Kilometer verantwortlich sind. Die Mautpflicht gilt für Fahrzeuge der Kategorien N2 und N3 auf fast allen Autobahnen sowie ausgewählten Provinz- und Gemeindestraßen.
Telepass, ein erfahrener Dienstleister im Bereich elektronischer Mautdienste, erweitert mit der niederländischen Zulassung sein europäisches Netzwerk. Laut Paolo Malerba, Leiter des Bereichs Mautdienste bei Telepass, markiert dies einen wichtigen Schritt in einem marktstrategisch bedeutenden Land für die Logistikbranche. Telepass bietet das einzige 4G-Gerät, das in 19 Ländern zertifiziert ist, was eine reibungslose Mautabwicklung und Flottenkontrolle ermöglicht.
Das Zulassungsverfahren für EETS-Dienstleister erfordert umfangreiche Tests zur Sicherstellung der technischen und rechtlichen Eignung. Neben Telepass sind bereits TotalEnergies und möglicherweise bald weitere Anbieter wie Axxes und Toll4Europe zugelassen. Transporteure können sich jetzt bei diesen Anbietern oder über Partner registrieren, um die vorgeschriebenen On-Board-Units zu erhalten.
Die Einführung der Lkw-Maut dient auch der Förderung von Nachhaltigkeit im Straßentransport. Ein Teil der Einnahmen wird in Subventionen für umweltfreundliche Technologien wie Elektro-Lkw und Ladeinfrastruktur investiert. Zudem wird die Kfz-Steuer für Lkw bis 12.000 Kilogramm gestrichen und für schwerere Fahrzeuge signifikant gesenkt. Das bestehende Eurovignet-System endet zeitgleich mit der Einführung der Lkw-Maut.
