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Neuer Ford E-Transit Custom AWD

Mit dem neuen Ford E-Transit Custom AWD erweitert Ford Pro das Angebot seines meistverkauften Transporters in Europa um eine konsequente Allradvariante. Das Ziel ist klar: emissionsfrei unterwegs sein, ohne bei Traktion, Leistungsfähigkeit oder Einsatzbreite Kompromisse einzugehen.

Gerade Unternehmen, die ganzjährig im Einsatz sind, vom Baugewerbe bis zum Energieversorger, brauchen Fahrzeuge, die auch bei Schnee, Regen, Matsch oder auf losem Untergrund zuverlässig arbeiten. Der E-Transit Custom AWD soll genau das liefern. Bestellbar ist das neue Modell bereits jetzt, die Markteinführung bei den Ford Pro Händlern ist für Frühjahr 2026 geplant.

Zwei Motoren, intelligente Kraftverteilung

Kernstück der neuen Variante ist ein speziell für die elektrische Plattform entwickeltes Allradsystem. Zusätzlich zum bekannten Heckmotor kommt eine elektrische Antriebseinheit an der Vorderachse zum Einsatz. Gemeinsam verteilen beide Motoren bis zu 630 Nm Drehmoment intelligent auf alle vier Räder.

Im Unterschied zu einem klassischen mechanischen Allradantrieb sind Vorder- und Hinterachse hier nicht starr gekoppelt. Beide Motoren arbeiten unabhängig voneinander. Jede Einheit kann im Bedarfsfall die volle Leistung bereitstellen. Das ermöglicht eine sehr präzise Momentensteuerung und schnelle Reaktionen auf wechselnde Fahrbahnverhältnisse.

Der Radschlupf wird bis zu 50-mal pro Sekunde überwacht. Das System passt das Drehmoment in Echtzeit an und stabilisiert das Fahrzeug, wenn sich die Haftung zwischen linker und rechter Seite oder zwischen Vorder- und Hinterachse ändert. Besonders beim Anfahren auf Schnee oder wenn ein Rad im Schlamm steht, spielt das System seine Stärken aus.

Das sofort verfügbare, lineare Drehmoment des Elektroantriebs sorgt zudem für kontrolliertes Vorankommen bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die sogenannte Slow-Speed Control erleichtert präzises Rangieren auf Baustellen oder engen Zufahrten.

Mehr Sicherheit auf Asphalt, Schotter und Eis

Das Allradsystem arbeitet eng mit den Fahrerassistenzsystemen zusammen. Sensoren erfassen Lenkbewegungen, Gierraten und die aktuelle Bodenhaftung. Auf dieser Basis steuert die Software nicht nur die Drehmomentverteilung, sondern bei Bedarf auch gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern.

Ein Nebeneffekt: Das System reduziert Über- und Untersteuern und verbessert die Kurvenstabilität. Gerade bei voll beladenem Fahrzeug kann das im Alltag den entscheidenden Unterschied machen.

Ford hat zwei spezifische Fahrmodi für anspruchsvolle Bedingungen abgestimmt. Der Slippery Mode minimiert das Durchdrehen der Räder auf vereisten, nassen oder schlammigen Oberflächen und sorgt für maximale Kontrolle. Der Trail Mode ist für lose Untergründe wie Schotter oder sandbedeckten Asphalt gedacht. Hier ist ein gewisser kontrollierter Schlupf ausdrücklich gewünscht, um ein stabiles und berechenbares Fahrverhalten zu ermöglichen.

Die Entwicklung erfolgte unter harten Bedingungen. Erprobt wurde das System unter anderem im belgischen Lommel, im Klimatestzentrum in Köln sowie unter realen Winterbedingungen in Finnland, Schweden und in den italienischen Alpen.

Überraschend effizient im Stadtverkehr

Allrad und Effizienz schließen sich beim E-Transit Custom AWD nicht aus. Im Gegenteil: Die Doppelmotor-Konfiguration bringt sogar Vorteile.

Bei langsamer Fahrt mit häufigem Stop-and-go, etwa im urbanen Lieferverkehr, kann das AWD-Modell bis zu 50 Prozent mehr Energie durch regeneratives Bremsen zurückgewinnen als die Version mit reinem Heckantrieb. Das wirkt sich direkt auf die Reichweite aus.

Drei Leistungsstufen, hohe Zugkraft

Das Allradsystem ist in drei Leistungsstufen verfügbar, nämlich mit 100 kW beziehungsweise 136 PS, mit 160 kW beziehungsweise 218 PS oder mit 210 kW beziehungsweise 285 PS.

In der stärksten Ausführung stehen bis zu 630 Nm Drehmoment ab dem Stand zur Verfügung. Das sind mehr als 50 Prozent mehr als bei der Hinterradversion. Trotz Elektroantrieb bleibt der Transporter ein echtes Arbeitstier. Er bietet eine Nutzlast von bis zu 914 Kilogramm und kann gebremste Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 2.300 Kilogramm ziehen.

Erhältlich ist der E-Transit Custom AWD als Kastenwagen, als Kombi, als Doppelkabine und als MultiCab. Damit deckt er vom klassischen Handwerksbetrieb bis zur spezialisierten Flottenlösung ein breites Einsatzspektrum ab.

Größere Batterie, mehr Reichweite

Parallel zur Einführung des Allradantriebs erhöht Ford Pro die nutzbare Batteriekapazität aller Modelle auf 70 kWh statt bisher 64 kWh.

Das bedeutet eine elektrische Reichweite von bis zu 373 Kilometern bei den heckgetriebenen Varianten und bis zu 342 Kilometern beim AWD-Modell. Auch beim Laden legt der Transporter zu. An einem 125-kW-Gleichstrom-Schnelllader lassen sich in rund zehn Minuten etwa 114 Kilometer Reichweite nachladen. Der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert weniger als 30 Minuten.

Durch Over-the-Air-Updates über das integrierte 5G-Modem kann die Ladeleistung weiter optimiert werden. In Verbindung mit dem FORDLiive-System profitieren Flottenbetreiber zusätzlich von proaktiven Wartungshinweisen und erweiterten Telematik-Funktionen, die helfen, Standzeiten zu reduzieren und die Betriebskosten besser im Blick zu behalten.

Auch als E-Tourneo Custom mit Allrad

Die neuen Allrad- und Batterie-Updates sind auch für den E-Tourneo Custom verfügbar. Damit erweitert Ford das Angebot für Kunden, die Beruf, Familie und Freizeit kombinieren möchten.

Der vollelektrische Tourneo bietet Platz für bis zu neun Personen, erreicht eine Reichweite von bis zu 341 Kilometern und darf Anhänger mit bis zu 2.000 Kilogramm ziehen. Zur Wahl stehen die Ausstattungslinien Active, Titanium X und Sport mit 160 oder 210 kW Leistung.

Fazit 

Mit dem E-Transit Custom AWD reagiert Ford Pro auf einen klaren Bedarf im Markt. Elektrische Transporter sind im Alltag angekommen, doch für viele Betriebe war fehlende Traktion bislang ein Argument gegen den Umstieg.

Die neue Allradvariante nimmt genau diesen Punkt ins Visier. Sie verbindet die Vorteile der Elektromobilität mit echter Ganzjahrestauglichkeit. Besonders in Skandinavien, im Alpenraum oder bei Offroad-nahen Anwendungen dürfte der elektrische Allrad-Transporter auf großes Interesse stoßen.

Für Flottenbetreiber und Aufbauhersteller, etwa im Reisemobilbereich, eröffnet sich damit eine zusätzliche Option: ein lokal emissionsfreies Basisfahrzeug, das auch abseits perfekter Straßen souverän bleibt.

09.03.2026

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