
Wer heute einen Fuhrpark verantwortet, verwaltet selten eine homogene Flotte. Unterschiedliche Hersteller, verschiedene Antriebsarten, eigene Telematiksysteme – was auf dem Papier nach Flexibilität klingt, endet im Alltag oft in Insellösungen, Mehraufwand und fehlender Transparenz. Genau hier setzt Scania Mixed Fleet Connectivity an. Unaufgeregt, aber konsequent.
Die Idee dahinter ist schnell erklärt: Fahrzeuge verschiedener Hersteller werden ohne zusätzliche Hardware-Nachrüstung in die digitale Welt von My Scania eingebunden. Keine Werkstatttermine, keine Standzeiten, kein Kabelsalat. Stattdessen ein zentraler Zugriff auf relevante Flottendaten – direkt vom Schreibtisch aus.
Weniger Technik, mehr Überblick
Der Verzicht auf Nachrüstlösungen ist kein Nebenaspekt, sondern der eigentliche Hebel. Mixed Fleet Connectivity greift auf die bereits werkseitig verbauten Telematiksysteme der OEMs zu, etwa von Volvo oder MAN. Die Daten fließen über eine API in eine gemeinsame Oberfläche. Für Flottenbetreiber bedeutet das: Positionen abrufen, Lenk- und Ruhezeiten im Blick behalten, Emissionen auswerten – markenübergreifend und regelkonform.
Was früher in mehreren Portalen zusammengesucht werden musste, liegt nun gebündelt vor. Das spart Zeit und reduziert Fehler. Vor allem aber schafft es Klarheit. Und Klarheit ist im Transportgeschäft ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.
Skalierbar statt kompliziert
Mixed Fleet Connectivity ist so aufgebaut, dass es mit dem Fuhrpark wächst. Ein Fahrzeug oder mehrere hundert – die Integration erfolgt schnell und ohne technische Hürden. Während die Lkw unterwegs sind, wird die Flotte im Hintergrund erweitert. Für Disposition und Einsatzplanung ist das entscheidend, gerade wenn konventionelle Antriebe, Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge parallel betrieben werden.
Auch beim Energie- und Kraftstoffreporting zeigt sich der Nutzen. Verbrauchsdaten laufen in einem einheitlichen Reporting zusammen und bilden die Basis für realistische Vergleiche und fundierte Entscheidungen. Nicht mehr Bauchgefühl, sondern belastbare Zahlen.
Mehrwert ohne große Worte
Dass der Ansatz funktioniert, fasst Bernhard Schmidt, Direktor Parts & Service, Power Solutions Scania Deutschland Österreich, nüchtern zusammen: Mixed Fleet Connectivity sei schnell integriert, verursache keine zusätzlichen Kosten durch Nachrüstung und sorge für Transparenz sowie Regelkonformität. Vor allem aber lasse sich der Service flexibel an jede Flottengröße anpassen.
Das klingt unspektakulär – ist es aber nicht. Denn genau diese Mischung aus technischer Zurückhaltung und funktionalem Nutzen macht den Unterschied. Mixed Fleet Connectivity versucht nicht, den Fuhrpark neu zu erfinden. Es räumt ihn auf. Und das ist oft der bessere Weg.
