
Die Geschichte der winkler Unternehmensgruppe beginnt im Jahr 1901 in Stuttgart. Gegründet als Wagenschmiede, war das Unternehmen zunächst fest im klassischen Handwerk verwurzelt. Früh spezialisierte sich winkler auf die Herstellung von Automobilfedern und bediente damit einen Markt, der sich mit der zunehmenden Motorisierung rasant entwickelte.
Einen wichtigen Wendepunkt markierten die 1950er-Jahre. In einer Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufbaus leistete winkler Pionierarbeit in der Instandsetzung von Achsen für Nutzfahrzeuge. Diese Spezialisierung erwies sich als wirtschaftlich tragfähig und schuf die Grundlage für weiteres Wachstum. Am Standort Stuttgart entstanden neue Werkstätten sowie Lager- und Verwaltungsgebäude. Der Unternehmenssitz, der bis heute dort angesiedelt ist, nahm in dieser Phase seine bis heute prägende Form an.
Der Schritt in den Großhandel verändert das Unternehmen
1963 folgte ein strategischer Schritt, der die Ausrichtung des Unternehmens grundlegend veränderte: winkler stieg in den Großhandel für Nutzfahrzeugersatzteile ein. Aus dem handwerklich geprägten Betrieb entwickelte sich zunehmend ein systematisch aufgestellter Händler mit wachsendem Sortiment.
Mit dem Ausbau des Produktangebots und der Eröffnung neuer Standorte konnte winkler Werkstätten und Nutzfahrzeughalter bald bundesweit versorgen. Der Fokus lag dabei von Anfang an auf Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit – Faktoren, die im Nutzfahrzeugbereich entscheidend sind, wenn Ausfallzeiten minimiert werden sollen.
Wachstum, neue Märkte und Internationalisierung
In den folgenden Jahrzehnten setzte winkler seinen Expansionskurs konsequent fort. Besonders in den 2000er-Jahren wurde das Leistungsspektrum erweitert. Neben dem klassischen Nutzfahrzeugsegment rückte auch der Agrarbereich stärker in den Fokus. Damit reagierte das Unternehmen auf veränderte Marktanforderungen und erschloss sich neue Kundengruppen.
Parallel dazu wuchs das Standortnetz kontinuierlich. Heute betreibt winkler ein dichtes Netzwerk mit über 40 Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechien und der Slowakei. Die Internationalisierung erfolgte dabei schrittweise und stets eng gekoppelt an logistische Leistungsfähigkeit.
Logistik als Rückgrat des Geschäftsmodells
Ein zentraler Erfolgsfaktor der Unternehmensentwicklung ist der konsequente Ausbau der Logistik. Um die Verfügbarkeit von Ersatzteilen weiter zu erhöhen, errichtete winkler moderne Zentrallager in Ulm, Kassel und Himberg bei Wien. Von dort aus werden täglich tausende Bestellungen abgewickelt.
Ende 2024 setzte das Unternehmen mit dem Spatenstich für ein neues Logistikzentrum in Langenau ein weiteres Zeichen für zukünftiges Wachstum. Die zusätzlichen Lagerkapazitäten sollen die Lieferfähigkeit weiter verbessern und das bestehende Logistikkonzept sinnvoll ergänzen.
Heute verfügt winkler über mehr als 200.000 sofort verfügbare Ersatzteile und eines der leistungsfähigsten Logistiksysteme im europäischen Nutzfahrzeugersatzteilmarkt.
Digitalisierung ohne Bruch mit der Praxis
Neben der physischen Infrastruktur spielte auch die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Die Einführung des Onlineshops war ein wichtiger Meilenstein und trug zu einer kontinuierlichen Absatzsteigerung bei. Digitale Bestellprozesse ergänzen seither den stationären Vertrieb, ohne den persönlichen Kontakt zu Kunden zu ersetzen.
Gerade diese Kombination aus digitaler Effizienz und individueller Betreuung ist bis heute ein zentrales Merkmal des Geschäftsmodells. winkler versteht sich nicht nur als Lieferant, sondern als praxisnaher Partner für Werkstätten, Fuhrparks, Omnibusunternehmen und Agrarbetriebe.
Ein Jubiläum mit Blick nach vorn
Heute erwirtschaftet die winkler Unternehmensgruppe mit rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Jahresumsatz von über 600 Millionen Euro. Mehr als 40 Standorte und drei große Zentrallager bilden das Rückgrat des Unternehmens.
Für Rüdiger Hahn, Vorsitzender der Geschäftsführung, ist das 125-jährige Bestehen Anlass für Rückblick und Ausblick zugleich. Nachhaltiger Erfolg entstehe, so Hahn, wenn man die eigenen Wurzeln respektiere und Veränderungen offen begegne. Das Jubiläum sei daher nicht nur ein historischer Meilenstein, sondern auch ein Moment, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Begleitet wird das Jubiläumsjahr von speziellen Jubiläumsprodukten und Aktionen, die sich über das gesamte Jahr erstrecken. Damit unterstreicht winkler seinen Anspruch, auch nach 125 Jahren nah am Markt zu bleiben – und bereit für die nächsten Entwicklungsschritte.
