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Dakar 2026 – Ein explosiver Auftakt

Die Dakar Rally 2026 hat in der Truck-Kategorie einmal mehr gezeigt, warum diese Klasse als die härteste des gesamten Rallyesports gilt. Leistung, Navigation, Teamarbeit und strategische Disziplin standen 13 Tage lang unter maximaler Belastung. Die Ausgabe 2026 entwickelte sich dabei zu einer der offensten und umkämpftesten Dakar der letzten Jahre.

Etappen 1 bis 6

Bereits die ersten Kilometer rund um Yanbu machten klar, dass es 2026 kein gemütliches Abtasten geben würde. Die Abstände waren minimal, das Tempo von Beginn an hoch. Alès Loprais setzte früh ein Zeichen und rückte die IVECO-Trucks des de-Rooy-Teams ins Rampenlicht. Doch die Konkurrenz antwortete sofort.

Schon auf Etappe 2 sorgten Gert und Kay Huzink mit ihren MKR–Renault-Trucks für eine Überraschung und zeigten, dass IVECO zwar zahlenmäßig dominierte, aber keineswegs konkurrenzlos unterwegs war. In dieser Phase kristallisierte sich auch ein junger Fahrer als ernsthafter Titelkandidat heraus: Mitchel van den Brink. Mit bemerkenswerter Reife übernahm er früh die Führung in der Gesamtwertung.

Die erste Marathonetappe (Etappen 4 und 5) wurde zum ersten Wendepunkt. Ohne externe Hilfe zählte nur noch Zuverlässigkeit. Titelverteidiger Martin Macík spielte hier seine Erfahrung aus, gewann Zeit und übernahm zeitweise die Spitze. Andere Teams verloren durch technische Probleme wertvolle Minuten oder sogar ihre Siegchancen.

Auf der sechsten Etappe, der längsten des gesamten Dakar, wechselte die Führung erneut. Loprais gewann clever und effizient, während van den Brink sich die Gesamtführung zurückholte. Zur Ruhe kam das Klassement jedoch nicht. Vor dem Ruhetag lagen mehrere Fahrer innerhalb weniger Minuten – ein klares Signal für eine hochdramatische zweite Woche.

Die Entscheidung naht: Etappen 7 bis 13

Nach dem Ruhetag begann die Phase, in der der Dakar traditionell gnadenlos wird. Die zweite Marathonetappe brachte die wohl entscheidende Zäsur: Van den Brink, bis dahin einer der konstantesten Fahrer, wurde durch einen Defekt an der Antriebswelle ausgebremst. Innerhalb weniger Kilometer platzte sein Traum vom Gesamtsieg – eine bittere, aber typische Dakar-Lehre.

Nun übernahm das de-Rooy-Team endgültig die Kontrolle. Vaidotas Žala fuhr mit beeindruckender Konstanz an die Spitze der Gesamtwertung. Keine unnötigen Risiken, kaum Fehler, minimale Strafzeiten. Loprais agierte taktisch klug, blieb in Schlagdistanz und unterstützte das Team, ohne den eigenen Podestplatz zu gefährden.

Die letzten Etappen waren sportlich extrem anspruchsvoll, aber auch geprägt von Fairness und Teamgeist. Symbolisch dafür stand Žalas Stopp, um Loprais nach einem Überschlag zu helfen. An der Spitze änderte sich dadurch nichts mehr, doch der Respekt innerhalb des Feldes wuchs sichtbar.

Das Finale: Etappe 13 und das Gesamtklassement

Die letzte Etappe bestätigte das Bild des gesamten Dakar: IVECO dominierte das Feld, doch entschieden wurde der Sieg nicht durch rohe Geschwindigkeit, sondern durch Disziplin. Kay Huzink gewann die Schlussetappe, während Žala kontrolliert ins Ziel fuhr und seinen Vorsprung absicherte.

Endergebnis Trucks Dakar 2026

  1. Vaidotas Žala – Gesamtsieger
  2. Alès Loprais – Zweiter, erneut knapp geschlagen
  3. Mitchel van den Brink – Starkes Podium trotz Rückschlag
  4. Martin Macík – Titelverteidiger auf dem undankbaren vierten Platz

Besonders auffällig: Während Loprais über den gesamten Rallyezeitraum 26 Minuten Strafzeit sammelte, kam Žala mit lediglich zwei Minuten aus. Ein Detail, das am Ende den Unterschied zwischen Sieg und Platz zwei ausmachte.

09.02.2026

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