
Was nach einem Rechenfehler klingt, ist in Wahrheit das Ergebnis präziser Planung, innovativer Technologie und logistischen Feingefühls: Mit dem E-Tech T von Renault Trucks fährt Hugelshofer Logistik nicht nur elektrisch, sondern auch effizient – und das mit Tagesreichweiten, die weit über den technischen Datenblättern liegen.
"Nicht die maximale Reichweite des Lkw ist ausschlaggebend, sondern seine optimale Integration in den Transportablauf. Durch die Anpassung unserer Touren und Ladestrategien maximieren wir die tägliche Einsatzzeit unserer Elektro-Lkw. So werden sie zu echten industriellen Arbeitsmitteln, die perfekt auf unsere Anforderungen zugeschnitten sind."
Martin Lörtscher, CEO der Hugelshofer Logistik AG
Eine klare Botschaft – und eine, die den Wandel im Schwerlastverkehr auf den Punkt bringt.
Ein elektrisches Logistiksystem statt nur ein elektrischer Lkw
Die Zahlen sprechen für sich: 220 Lkw zählt die Flotte des Unternehmens, davon bereits 80 elektrisch. Über 150 Fahrerinnen und Fahrer bewegen tagtäglich batterieelektrische Fahrzeuge durch die Schweiz – im Zwei-Mann-Betrieb. Dieses ungewöhnliche Besetzungskonzept macht den Unterschied: Während eine Person pausiert, wird geladen – gesetzlich vorgeschrieben und gleichzeitig effizient genutzt. Nachts geht es an die Vollladung im Depot.
Das Ergebnis? Über 600 Kilometer tägliche Fahrleistung sind die Regel. Und ein Rekordwert von 1.007 Kilometern innerhalb von 24 Stunden markiert, was möglich ist, wenn Planung, Technik und Infrastruktur Hand in Hand gehen.
Doch es geht nicht nur um Zahlen. Es geht um einen Paradigmenwechsel: Der Fokus liegt nicht auf der größtmöglichen Batteriekapazität, sondern auf der richtigen Abstimmung zwischen Reichweite, Ladefenstern und Transportaufträgen. Renault Trucks unterstützt seine Kundschaft dabei mit maßgeschneiderten Fahrzeugkonfigurationen, bei denen Nutzlast und Energiebedarf optimal aufeinander abgestimmt sind.

Ladeleistung als Schlüsselfaktor – Infrastruktur mit Weitblick
Ein Elektro Lkw ist nur so stark wie seine Ladeumgebung – und genau hier setzt Hugelshofer Maßstäbe. Am Firmensitz in Frauenfeld stehen 30 Schnellladestationen mit Ladeleistungen von bis zu 480 kW zur Verfügung. Bis zu 100 Fahrzeuge können hier täglich Energie tanken – gesteuert, geplant und effizient.
Ergänzt wird dieses Setup durch eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresleistung von 1,2 Millionen kWh sowie drei firmeneigene Transformatoren zur Netzstabilisierung. 95 Prozent aller Ladevorgänge finden im eigenen Depot statt – das bedeutet Kontrolle, Planungssicherheit und Kosteneffizienz.
Die Schweiz als Labor für den Wandel
Warum gelingt dieser Wandel ausgerechnet in der Schweiz besonders schnell? Die Antwort liegt im Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik. Dank der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) genießen elektrisch betriebene Lkw signifikante Kostenvorteile gegenüber Dieselmodellen – im Schnitt rund 30 Prozent geringere Betriebskosten.
Und es geht weiter: Von 2026 bis 2030 plant der Bundesrat Investitionen in Höhe von 20 Millionen Schweizer Franken für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge. Die Wirkung zeigt sich bereits jetzt: In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 lag der Anteil elektrisch betriebener Lkw über 16 Tonnen bei 14,7 Prozent – ein europäischer Spitzenwert und fast fünfmal so hoch wie der Durchschnitt der EU.
Fazit: Ein System verändert den Schwerlastverkehr
Renault Trucks beweist mit dem E-Tech T, dass Elektromobilität mehr ist als ein Antriebskonzept – sie ist eine Systemlösung. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel aus Technologie, Infrastruktur und Organisation. Und nicht zuletzt in einem politischen Umfeld, das mutige Schritte unterstützt.
Das Beispiel Hugelshofer Logistik zeigt: Wer bereit ist, Prozesse neu zu denken, kann auch mit einer nominellen Reichweite von 300 Kilometern den Maßstab für über 1.000 Kilometer am Tag setzen.
