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Volkswagen Nutzfahrzeuge: Elektroschub mit Licht und Schatten

VW Nutzfahrzeuge hat 2025 weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Jahr davor. Und dennoch gibt es Gründe, warum man in Hannover nicht von einem Rückschritt sprechen will. 393.700 Fahrzeuge wurden weltweit an Kunden übergeben, inklusive Nordamerika knapp über 401.000. Das entspricht einem Minus von gut drei Prozent. Gleichzeitig steigt der Elektroanteil deutlich, einzelne Baureihen erreichen Rekordwerte, und ein Modell entwickelt sich zum Zugpferd der Marke.

ID. Buzz als Wachstumsmotor

Der ID. Buzz ist dabei mehr als nur ein Sympathieträger. Mit 60.700 Auslieferungen weltweit hat Volkswagen Nutzfahrzeuge die Zahl im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt. In Europa ist der elektrische Bulli klarer Marktführer in seinem Segment, fast jedes zweite Fahrzeug wird als Cargo-Version verkauft. Auch in Nordamerika, wo Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich langsamer Fahrt aufnimmt und zusätzliche Zollhürden bremsen, konnte VWN zulegen. 7.300 ausgelieferte Fahrzeuge sind kein Durchbruch, aber ein Signal.

Multivan auf Rekordkurs, Transporter im Übergang

Der zweite große Gewinner des Jahres kommt ohne Stecker aus, zumindest vorerst. Der Multivan erzielte mit 38.700 Auslieferungen das beste Ergebnis seiner Geschichte. Ein Plus von 31 Prozent ist in einem insgesamt rückläufigen Markt bemerkenswert. Rechnet man die technisch verwandten California-Modelle hinzu, wird klar, wie stark das Konzept aus Hannover weiterhin nachgefragt wird. Vielseitigkeit, Alltagstauglichkeit und eine klare Positionierung zahlen sich aus.

Weniger eindeutig fällt die Bilanz beim Transporter aus. Mit rund 71.200 Fahrzeugen liegt das Ergebnis im soliden Bereich, aber noch ohne echte Dynamik. Das liegt auch am laufenden Modellwechsel. Die eigentliche Breite des Programms kommt erst 2026 mit zusätzlichen Karosserievarianten und neuen Antrieben. Für Gewerbekunden zählt am Ende nicht die Ankündigung, sondern das verfügbare Produkt.

Stabile Volumenmodelle, offene Baustellen

Stabil präsentieren sich Caddy und Crafter. Der Caddy überschritt mit 110.400 Auslieferungen erneut klar die 100.000er-Marke, der Crafter legte leicht auf 73.000 Fahrzeuge zu. Besonders wichtig ist der Blick nach Września in Polen, wo das Werk für die nächste Generation des e-Crafter erweitert wird. Damit schließt Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Lücke im elektrischen Angebot nach oben.

Deutlich schwieriger war das Jahr für den Amarok. Die Auslieferungen brachen um mehr als 40 Prozent ein, vor allem wegen des Auslaufens der ersten Generation in Südamerika. Sondermodelle wie der Dark Label sollen gegensteuern, ein echter Neustart steht aber noch aus.

Unterm Strich zeigt sich ein Hersteller im Übergang. Die Gesamtzahlen sinken, die elektrische Transformation gewinnt an Tempo. 65.900 vollelektrische Fahrzeuge wurden 2025 ausgeliefert, die BEV-Quote stieg auf 16,4 Prozent. Das ist ein Fortschritt, aber noch kein Durchbruch. 2026 wird zeigen, ob aus einzelnen Erfolgen eine tragfähige Gesamtentwicklung wird.

16.01.2026

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