
Der europäische Markt für leichte Nutzfahrzeuge ist in Bewegung. Jetzt setzt Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation ein klares Zeichen: Ab 2026 übernimmt die Emil Frey Group den Generalvertrieb für Fuso in gleich 21 europäischen Ländern. Verkauf, Service und Aftersales liegen dann in einer Hand – mit einem der erfahrensten Handelsnetzwerke des Kontinents.
Was auf den ersten Blick wie eine klassische Vertriebsentscheidung wirkt, ist in Wahrheit ein strategischer Schritt mit Signalwirkung. Denn Fuso bekennt sich damit ausdrücklich zu Europa – und zu langfristigem Wachstum in einem Markt, der sich gerade neu erfindet.
Ein starkes Netzwerk für einen anspruchsvollen Markt
Die Emil Frey Group ist in Europa eine feste Größe. Familiengeführt, breit aufgestellt, tief im Markt verankert. Genau diese Eigenschaften waren für Fuso ausschlaggebend. Künftig verantwortet Emil Frey den Markenauftritt in Ländern von Deutschland und Frankreich über Polen bis in den Balkanraum. Für Kunden bedeutet das vor allem eines: Nähe. Kurze Wege, eingespielte Strukturen und Service auf konstantem Niveau – unabhängig vom Land.
Fuso wiederum bringt jahrzehntelange Erfahrung mit. Seit 1980 werden leichte Nutzfahrzeuge aus dem portugiesischen Werk Tramagal nach Europa geliefert. Die Marke ist kein Newcomer, sondern ein etablierter Anbieter mit klarer Handschrift.

Elektrisch gedacht, praktisch gemacht
Besonders wichtig: die Zukunftstechnologie. Fuso gehört zu den Pionieren der Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich. Der eCanter war einer der ersten serienmäßigen vollelektrischen Leicht-Lkw auf Europas Straßen. Heute ist er Alltag in Innenstädten, auf der letzten Meile, im kommunalen Einsatz oder auf der Baustelle. Leise, lokal emissionsfrei, wirtschaftlich.
Mit Emil Frey als Partner soll genau dieser Bereich weiter wachsen. Nicht als Pilotprojekt, sondern als tragfähige Lösung für Unternehmen, die ihre Flotten umstellen müssen – und wollen.
Teil eines größeren Plans
Die Neuordnung des Vertriebs ist eingebettet in einen größeren strukturellen Wandel. Unter der neuen Holding ARCHION werden die Marken Fuso und Hino zusammengeführt. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Prozesse zu vereinfachen und Innovation schneller auf die Straße zu bringen. Der Startschuss dafür fällt im April 2026.
Für Europa heißt das: Kontinuität bei den Produkten, aber neue Schlagkraft im Markt. Fuso bleibt verfügbar, sichtbar und wettbewerbsfähig – mit einem Partner, der den Markt kennt und versteht.
Fazit
Diese Partnerschaft ist mehr als ein Wechsel im Organigramm. Sie zeigt, wie sich Hersteller und Handel neu aufstellen, um den Umbruch im Transportsektor zu meistern. Fuso liefert die Technik, Emil Frey die Nähe zum Kunden. Zusammen könnte daraus genau das entstehen, was der europäische Markt für leichte Lkw gerade braucht: verlässliche Lösungen mit Zukunft.
