
Zwischen den Renault-Trucks-Standorten Blainville-sur-Orne, Bourg-en-Bresse und Lyon läuft der Materialfluss im engen Takt. Führerhäuser, Motoren und Achsen werden genau dann angeliefert, wenn sie in der Produktion gebraucht werden. Unterbrechungen sind nicht vorgesehen. Seit Ende 2025 wird dieser Werksverkehr fast vollständig elektrisch abgewickelt.
Transporte in beide Richtungen
Konkret geht es um Transporte in beide Richtungen: In Blainville-sur-Orne gefertigte Führerhäuser werden nach Bourg-en-Bresse gebracht, wo sie montiert werden. Motoren und Achsen aus den Werken in Lyon gehen nach Blainville zurück und werden dort in Lkw der Mittelklasse eingebaut. Der Austausch folgt dem Just-in-time-Prinzip und ist für den Produktionsablauf zentral.
Feste Routen, klare Aufgaben
Für den elektrischen Betrieb setzt Malherbe 22 Renault Trucks E-Tech T ein. Elf Fahrzeuge sind auf einer nördlichen Route unterwegs, elf auf einer südlichen. Durch einen fest organisierten Wechsel von Zugmaschinen, Fahrern und Anhängern legen die Fahrzeuge täglich bis zu 810 Kilometer im Norden und rund 700 Kilometer im Süden zurück.
Laden während der Pausen
Während der Fahrerpausen werden die Batterien geladen. Die dafür nötige Ladeinfrastruktur hat Malherbe entlang der Strecken an strategischen Punkten aufgebaut. Standzeiten werden so auf das notwendige Minimum begrenzt.

Ein getakteter Ablauf
Der Ablauf ist streng organisiert. Die Lkw starten vom Malherbe-Standort Vironvay, bringen Motoren und Achsen nach Blainville, nehmen dort Führerhäuser auf und fahren weiter Richtung Süden. An definierten Punkten werden Fahrzeuge und Fahrer gewechselt, damit der Transport nahezu durchgehend in Bewegung bleibt.
Lange Einsatzzeiten, kurze Wege für Fahrer
Die Fahrzeuge sind bis zu 18 Stunden pro Tag im Einsatz. Gleichzeitig bleiben die Fahrer in der Nähe ihres Wohnortes. Renault Trucks und Malherbe sehen darin auch einen Vorteil für die Attraktivität des Berufs.
Deutliche CO₂-Einsparung
Durch den elektrischen Betrieb sollen jährlich rund 2.900 Tonnen CO₂ eingespart werden. Für Renault Trucks ist das Projekt kein Versuch, sondern ein dauerhaft angelegter Bestandteil der internen Logistik.
