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Wiederverwendung von Elektromotoren

© Schaeffler

Die Fortschritte in der Elektrifizierung des Antriebsstrangs sind unaufhaltsam. Die verbauten Elektromotoren enthalten wertvolle Rohstoffe wie Elektrostahl, Kupfer und Seltene Erden. Um die mittelfristigen CO2-Ziele zu erreichen, ist es entscheidend, diese Materialien wiederverwertbar zu machen. Leider fehlen bisher nachhaltige Strategien um Elektromotoren im Rahmen einer modernen Kreislaufwirtschaft in einer zweiten Nutzungsphase zu verwenden. Im Projekt REASSERT entwickelt ein Konsortium unter der Führung von Schaeffler Strategien und Prozesse, um Elektromotoren zu reparieren, aufzuarbeiten oder wiederzuverwenden. Das Konsortium wird durch das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, das wbk Institut für Produktionstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie, die BRIGHT Testing GmbH, die iFAKT GmbH und die Riebesam GmbH & Co. KG ergänzt. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Repair, Reuse, Remanufacture

Das Hauptziel des Projekts ist es, einen Elektromotor zu entwickeln, der leicht demontiert werden kann und für die Kreislaufwirtschaft geeignet ist. Thomas Pfund, Leiter des Geschäftsbereichs E-Motoren bei Schaeffler, erklärt: „Zusammen mit unseren Partnern setzen wir bei REASSERT auf die Werterhaltungsstrategien ‚Repair‘, ‚Reuse‘ und ‚Remanufacture‘. Dadurch reduzieren wir den Verbrauch natürlicher Ressourcen und minimieren Abfallmengen.“ Bei „Repair“ geht es um den Austausch defekter Teile, „Reuse“ bedeutet die Wiederverwendung des gesamten Elektromotors in einer weiteren Nutzungsphase, und „Remanufacture“ zielt darauf ab, elektrische Motoren so aufzubereiten, dass sie in Bezug auf Qualität einem Neuteil mit voller Garantie entsprechen. Sollte keines dieser Verfahren möglich sein, bleibt das Recycling der einzelnen Grundmaterialien als Alternative.

Um diese Ziele zu erreichen, wird im Projekt eine komplette Prozesskette aufgebaut. Jede Station verfügt über einen eigenen Demonstrator oder Versuchsstand – von der Eingangsprüfung zur Klassifizierung des Elektromotors über Demontage, Entmagnetisierung, Reinigung, Befundung und Aufbereitung der Komponenten bis zur Remontage und End-of-Line-Prüfung, bei der die Funktionsfähigkeit des Elektromotors überprüft wird. Die gesammelten Erfahrungen sollen dazu dienen, einen Elektromotor zu entwickeln, der in einem geschlossenen Kreislauf funktioniert.

Ökologisch und ökonomisch attraktiv

Für unabhängige Werkstätten ist die Instandsetzung von E-Motoren aufgrund ihrer Komplexität und technischen Anforderungen derzeit eine große Herausforderung. Das Konsortium arbeitet daher an einer Lösung, um E-Motoren für eine weitere Nutzungsphase auf dem Ersatzteilmarkt aufzubereiten. Neben den ökologischen Vorteilen ist dies auch finanziell attraktiv für die Fahrzeugbesitzer, da der Austausch gegen ein neues Aggregat entfällt. Maik Evers, Leiter des Programm-Managements Antriebssysteme der Schaeffler-Sparte Automotive Aftermarket, betont: „In diesem Projekt gehen wir gemeinsam mit unseren Partnern den nächsten großen Schritt in der Ersatzteileversorgung für Elektrofahrzeuge und legen den Grundstein für eine nachhaltige Reparatur des elektrischen Antriebsstrangs.“

Über die Schaeffler Gruppe

Die Schaeffler Gruppe ist seit über 75 Jahren ein Vorreiter in der Motion Technology. Durch wegweisende Erfindungen und Entwicklungen treibt das Unternehmen die Zukunft voran. Es bietet innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen in Bereichen wie Elektromobilität, CO₂-effiziente Antriebe, Fahrwerkslösungen, Industrie 4.0, Digitalisierung und erneuerbare Energien an. Als zuverlässiger Partner macht die Gruppe Bewegung effizienter, intelligenter und nachhaltiger über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Motion Technology Company produziert Präzisionskomponenten und Systeme für Antriebsstrang und Fahrwerk sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für verschiedene Industrieanwendungen. Im Jahr 2022 erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 15,8 Milliarden Euro und zählt mit rund 84.000 Mitarbeitenden zu den weltweit größten Familienunternehmen. Schaeffler belegte gemäß dem Deutschen Patent- und Markenamt  im Jahr 2022 den vierten Platz unter den innovationsstärksten Unternehmen Deutschlands mit über 1.250 Patentanmeldungen.

09.01.2024

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