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Vom Truck ins Rampenlicht

Christina Scheib, auch als Trucker Prinzessin bekannt, spielt nicht nur auf den Straßen eine tragende Rolle, sondern auch in der Medienwelt!

Die leidenschaftliche Berufskraftfahrerin kämpfte für ihren truckigen Traum und ermutigt jetzt andere Menschen dazu, ihre Ziele zu verfolgen! Zahlreiche Fernsehauftritte und Interviews sowie eine Instagram Community mit über 44.000 Followern sprechen für sich: Die 33-jährige Powerfrau ist eine Sympathieträgerin durch und durch, die neben ihrem Truck auch die Publikumsherzen bewegt! Wir haben Sie interviewt und durften eine Frau kennenlernen, die zwar hoch oben sitzt, aber mit beiden Beinen fest am Boden steht.

Wie bist Du Truckerin geworden?
Trucks haben mich schon immer interessiert, allerdings hatte ich immer meine Zweifel, da es als Frau ja bekanntlich schwer ist, in einer Männerdomäne Anschluss zu finden. Deshalb lernte ich einen klassischen Mädchenberuf und wurde Arzthelferin, aber mir war schnell klar, dass ich in diesem Job nicht glücklich werde! Daher orientierte ich mich beruflich um und begann 2007 in einem Abschleppunternehmen. Kurz darauf fasste ich meinen Mut zusammen und fragte meinen Chef, ob er mich auch hauptberuflich einstellen würde und er war zum Glück auf Anhieb begeistert. Ein Problem gab es jedoch noch – ich hatte keinen Lkw Führerschein! Ich arbeitete also Tag und Nacht um mir diesen Traum finanzieren und meine Chance nutzen zu können! 2008 war ich dann endlich stolze Besitzerin eines Lkw-Führerscheins und so nahm mein beruflicher Werdegang seinen Lauf.

Wie hat Deine Medienkarriere begonnen?
Die Medien wurden bereits auf mich aufmerksam, als ich in dem Abschleppunternehmen tätig war, da eine weibliche Arbeitskraft in diesem Gewerbe auch eher untypisch ist. 

Über 44.000 Instagram Follower – wie hat sich Dein Leben verändert, seitdem Du in der Öffentlichkeit stehst? Und welche Motivation steckt hinter Deiner Onlinepräsenz?
Mein Leben hat sich sehr verändert, vor allem durch die sozialen Netzwerke! Die Zuschauer wollen rund um die Uhr auf dem Laufenden gehalten werden und natürlich will ich diesem Wunsch auch nachkommen! Ich möchte den Menschen einen Einblick in meinen Trucker-Alltag geben, sie begeistern und vor allem den Frauen zeigen, dass man sich in der Branche durchsetzen kann!

Wie haben Deine Trucker Kollegen auf Deinen medialen Erfolg reagiert?
Einige Kollegen haben sich wirklich sehr für mich gefreut, mich aufrichtig unterstützt und stehen auch noch heute hinter mir! Aber es gibt natürlich auch hier auch eine Kehrseite der Medaille und somit musste ich leider auch einige Freundschaften ziehen lassen, denn es wurden, ohne jeglichen Grund, viele Unwahrheiten über mich verbreitet. Ob das Neid oder Hass war weiß ich leider nicht, aber es macht mich nach wie vor traurig, da mir einige Personen sehr wichtig waren.

Woher kommt Dein Spitzname „Trucker Prinzessin"? 
Meinen Spitznamen habe ich damals in der Fahrschule bekommen. Ich hatte immer meine Handtasche und meine Haarbürste dabei und eines Tages sagte mein Fahrlehrer dann zu mir „Du bist eben eine richtige Prinzessin!“                                         

Was bedeutet Deine Community für Dich?
Meine Community bedeutet mir sehr, sehr viel! Ich habe von einigen schon herzzerreißende Briefe und Mails erhalten, in denen sie mir mitgeteilt haben, dass ich sie dazu ermutigt habe ihren Traum ebenfalls zu leben und ich ihr Vorbild bin! Solche Worte machen mich natürlich unfassbar stolz und ich freue mich über jeden Einzelnen, der mir schreibt! 

Wie fühlt es sich an, unbekannten Personen einen Einblick in Deinen Berufsalltag zu gewähren?
Anfangs war es schon ein sehr komisches Gefühl, denn wenn sich plötzlich so viele Menschen für deine Arbeit und dich als Person interessieren, dann ist das natürlich eine ungewohnte Situation! Aber ich hatte immer mein Ziel vor Augen, denn ich wollte mehr Bewusstsein dafür schaffen wie Dinge hergestellt, produziert und transportiert werden!

Was unterscheidet die Offline-Christina von der Web 2.0-Christina?
Eine Frage, die für mich sehr leicht zu beantworten ist, denn es gibt absolut keinen Unterschied. Ich möchte immer authentisch sein und das ist und bleibt mein Grundsatz, sowohl in der realen als auch in der medialen Welt.

Lkw-Parkplatzmangel – was wären Deine Lösungsansätze?
Abgesehen davon, dass neue Parkplätze errichtet werden sollten, wäre es sicherlich auch hilfreich, wenn Firmen Parkplätze für Trucker freigeben würden. Heutzutage könnte man die Buchung ganz einfach über eine App abwickeln. Darüber hinaus wären aber auch überwachte Parkplätze sinnvoll, da die Sicherheit der Fahrer viel zu kurz kommt. Was ich auch sehr gut finde sind die Parkleitsysteme, die man per App abrufen kann, ich bin definitiv dafür, dass dieses System ausgeweitet wird!

Wie stehst Du zu selbstfahrenden Trucks?
Es hat bestimmt Vorteile, aber ich persönlich bin kein Fan davon, denn auch Maschinen können Fehler machen! Im Werksverkehr oder in einem abgesperrten Gelände haben selbstfahrende Trucks sicherlich ihre Berechtigung, aber auf Autobahnen und öffentlichen Straßen würde ich es nicht befürworten. 

Berufskraftfahrer fehlen an jeder Ecke – wie könnte man den Fahrermangel Deiner Meinung nach bekämpfen?
Durch eine bessere Bezahlung, mehr Anerkennung seitens der Gesellschaft und freundlicheren Arbeitszeitmodelle, die auch die Familie hinter dem Fahrer berücksichtigen!

Ein guter Tag endet bei Dir mit?
Mit einem ruhigen Moment, in dem ich bewusst dafür dankbar bin, wieder gesund Zuhause angekommen zu sein.


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